Stadtrundgang Regen

1. Niederbayerisches Landwirtschaftsmuseum

...hier wird Agrargeschichte lebendig

Wie lebten die Bauern anno dazumal? Was hat es mit Leinsamenklapper, Baumheber, Strohseilmaschine und anderen landwirtschaftlichen Geräten auf sich, die heute kaum mehr auf den Höfen zu finden sind? Diese Fragen und viele andere werden im Niederbayerischen Landwirtschaftsmuseum beantwortet. Bewegliche Modelle, akustische Effekte, bühnenbildnerische Elemente, lebensgroße Figuren, Filme oder landwirtschaftliche Maschinen, die Besucher per Knopfdruck selbst in Gang setzen können, sorgen dafür, dass die ganze Familie eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit machen kann. Das Museum ist nicht nur das einzige Spezialmuseum für Agrargeschichte in Niederbayern, sondern weit mehr:  Ein Ort, an dem man auf 2000 Quadratmetern ein Stück Geschichte erleben kann. Neue Heimat für alte Schätze. Ein Platz, an dem Errungenschaften in der Landwirtschaft für kommende Generationen bewahrt werden. Garant für hochwertige, aber nicht abgehobene Kulturveranstaltungen in der Traktorenhalle. - Ganzjährig geöffnet -

Infos: Tel. (0 99 21) 6 04 85, www.nlm-regen.de

2. Stadtplatz und Pfarrkirche St. Michael

Ein Stadtkern mit Tradition

Einst handelten Bauern aus dem gesamten Bayerischen Wald hier bei Viehmärkten die Preise für ihre Rinder aus, noch heute preisen Händler beim Wochenmarkt jeden Samstag ihre Waren an:  Der historische Stadtplatz mit den bunt gestrichenen, bürgerlichen Häusern ist einer der geschichtsträchtigsten Orte in Regen. Die Marienstatue, die auf der Mariensäule im Brunnen golden glitzert, gehört ebenso zu den Wahrzeichen von Regen wie das Rathaus, dessen markantes Dach an Treppenstufen erinnert. Eine große Rolle in der Geschichte der Stadt spielt auch die Stadtpfarrkirche St. Michael. Ihre Wurzeln reichen bis ins elfte Jahrhundert zurück, dank mehrerer Umbauten und Renovierungen erstrahlt die Kirche wieder in neuem Glanz. Unmittelbar neben der Kirche finden die Besucher in Regen die moderne Stadtbücherei.  Auf vier Etagen können alle Interessierten nach Büchern, Zeitschriften, CDs oder Kassetten stöbern. Bequeme Sitzmöglichkeiten, Spielecke oder die moderne Audiotheke laden zum Verweilen ein.

Infos: www.pfarrei-regen.de, Kath. Pfarrbüro Tel. (0 99 21) 23 83, Stadt Bücherei Tel. (0 99 21) 52 82, www.regen.de

3. Kurpark

Kneippen, Kunst und Kinderspielplatz im Herzen der Stadt

Entspannen und etwas erleben: Wer sich nach Ruhe und  Abenteuerzugleich sehnt, sollte einen Spaziergang durch den Kurpark auf der Regeninsel machen. Auf dem Weg durch den Park sieht man, warum die Stadt auch „Perle am Fluss“ genannt wird. Der Schwarze Regen plätschert um die Kurparkinsel, Bänke oder Kneippbecken laden inmitten von Rosenbögen und Blumenbeeten zur Rast. Der Blick auf den Malerwinkel gilt als eine der schönsten Ansichten der Stadt. Einzigartig  ist auch  der Gläserne Faden, der sich mitten im Kurpark aus der Erde zu schrauben scheint. Die Miniprismen des Schlauches aus Kristallglas schillern in den verschiedensten Farben, der Faden soll ein symbolisches Friedensnetz zwischen allen Völkern der Erde knüpfen. Kunstliebhaber können die Kunstwerke entlang des Skulpturenwegs bestaunen, Kinder auf dem Spielplatz  toben, Wissbegierige   an   den  Tafeln   des   Fischlehrpfades   mehr   über   Forellen,   Äschen  und  Co.  erfahren.

Infos: www.regen.de

4. Burgruine Weißenstein

auf dem Pfahl

Einst bot die mächtige Trutzburg Land und Leuten Schutz und diente als Ministerialsitz. Noch heute zählt die Burgruine Weißenstein zu den bedeutendsten Burganlagen in Ostbayern. Schon von weitem sind die Mauern der Burg zu sehen. Denn als die Grafen von Bogen um 1100 die Burg bauten, wählten sie den Ort geschickt: Die Burg thront auf rund 750 Meter Höhe direkt auf dem weißen Quarzfelsen des Pfahl, der sich kilometerlang durch den Bayerischen Wald zieht und in Weißenstein einen seiner höchsten Punkte erreicht.

Viele Jahre hatte die Burg einst Angriffen standgehalten. Im österreichischen Erbfolgekrieg aber wurde sie 1742 nahezu dem Erdboden gleichgemacht; nur wenige Gebäude, darunter der mächtige Burgturm, haben die Zerstörungswut überstanden. Ritter, Burgfräulein, Bogenschützen, Schwertkämpfer, Gaukler und Marketender erinnern alle zwei Jahre beim großen Ritterspektakel an das Leben auf der Burg anno dazumal und die große Schlacht um Weißenstein. Kinder können bei Bastelnachmittagen oder bei der Burgrallye gedanklich ins Mittelalter zurückreisen. Erwachsene genießen von der Burg aus vor allem die atemberaubende Fernsicht über den ganzen  Bayerischen Wald.

Früher war der Pfahl bei der Bevölkerung als „Hexenfelsen“ gefürchtet, heute bringt der weiße, zerklüftete Felsen die Besucher zum Staunen. Der Quarzfelsen zieht sich kilometerlang durch den Bayerischen Wald und den Oberpfälzer Wald und erreicht in Weißenstein einen seiner höchsten Punkte. Nicht umsonst gehört der Pfahl zu den wichtigsten geologischen Naturdenkmälern Bayerns, nicht umsonst hat die Stadt das Felsengebiet um die Burgruine Weißenstein als Naturschutzgebiet ausgewiesen: Der Pfahl sowie die Wälder rings um den Felsen sind Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten. Fledermäuse nutzen die Spalten und Klüfte des Quarzfelsens als Tagesversteck, viele Höhlen- und Nischenbrüter kann man beim An- und Abflug aus der Nähe beobachten.

Infos: Tel. (0 99 21) 6 04 26, www.regen.de

5. Museum im Fressenden Haus / Weißenstein

Vom Getreidekasten zum Museum

Einst wurde hier Getreide für die Bewohner von Burg Weißenstein und die Dorfbevölkerung gelagert. Später war der Getreidekasten viele Jahre die Heimat des baltischen Dichters Siegfried von Vegesack, der hier seine bekanntesten Werke schrieb. 1984 machte die Stadt Regen das „Fressende Haus“ zum Museum.

Erhaben steht der Getreidekasten, der um 1100 erbaut wurde, am Fuß der Burgruine auf dem Quarzriff des Pfahl, unzählige Besucher genießen den wunderbaren Blick auf die Wiesen und Wälder des Bayerischen Waldes. Weil das Gebäude so viel Geld für den Unterhalt verschlang, nannte es Siegfried von Vegesack einst kurzerhand „Fressendes Haus“ – dieser Name ist geblieben. Im Erdgeschoss erinnert eine Dichterstube an den prominenten Bewohner. Die größte private Schnupftabaksammlung der Welt mit rund 1200 farbenprächtigen „Schmaidosen“ können die Besucher im ersten Obergeschoss bestaunen. Der zweite Stock ist zum Raum für wechselnde Ausstellungen geworden. In der dritten Etage werden unter dem Motto „Die schönen Seiten des harten Lebens“ Besonderheiten aus der volkskundlichen Sammlung von Dr. Reinhard Haller gezeigt. Außerdem sind im „Fressenden Haus“ archäologische Fundstücke zu bewundern, die aus der Zeit vom 14. bis zum 17. Jahrhundert stammen.

Infos: Tel. (0 99 21) 6 04 26, www.regen.de

6. Gläserner Wald / Weißenstein

...ein Wald wie kein anderer

Am Fuß von Burg Weißenstein wächst in Regen unmittelbar neben dem „Fressenden Haus“ ein Wald, der nirgendwo sonst zu finden ist:  Die Tannen, Fichten, Buchen, Kiefern und Espen sind aus farbigem Flachglas. Der Gläserne Wald zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten  des Luftkurortes.  Er ist Touristenattraktion und Kunstwerk zugleich.

Tausende Besucher geraten Jahr für Jahr nach einem Spaziergang durch den 2000 Quadratmeter großen Glaswald ins Schwärmen. Auch viele Prominente wie Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl oder Volksmusik-Moderatorin Carolin Reiber schlenderten bereits durch den Gläsernen Wald. Fernsehsender drehen immer wieder Filme über die Gläsernen Bäume vor der imposanten Kulisse der Bayerwald-Landschaft. Im Jahr 2002 wurde die Stadt mit dem Glasstraßenpreis ausgezeichnet, der die außerordentlich gute Verbindung von Tourismus und Glaskultur würdigt.

Kein Baum „wächst“ hier wie der andere. Das Sonnenlicht bricht sich auf bunten, kegelförmigen Baumkronen, kreisrunden Ästen, spitzen, zackigen Zweigen oder spiralenartig gewundenen Stämmen. Um den Wipfel des höchsten Baumes, eine acht Meter hohe Tanne, zu sehen, müssen sich selbst die erwachsenen Besucher strecken. Bodenfluter rücken die Bäume auch nach Sonnenuntergang  ins rechte Licht.

Infos: Tel. (0 99 21) 6 04 26, www.regen.de  

» zurück zur Region Regen

Vorteilspartner-Suche

Neue Bonuscard - Partner
<img alt="no flash" border="0" height="160" src="/upload/C1d054caaX12e5af60f06X2195/1298617495766/tschechien.png" width="290"/>
Branchensuche

» Suchen
Umkreissuche

» Suchen